Serie: Wie wir mit dem Zink-Nickel-Verfahren den Korrosionsschutz revolutionierten – Teil 5: Zink-Nickel heute und morgen

Im fünften und letzten Teil unserer Serie zur Zink-Nickel-Technologie wagen wir einen Ausblick auf die mögliche Bedeutung des Verfahrens in der Zukunft.

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„Die erfolgreiche Entwicklung und Anwendung von Zink-Nickel hat zur Weiterentwicklung im Automobilbau beigetragen und kann noch zur Schlüsseltechnologie für den modernen Leichtbau werden.“ So lautet das Fazit eines OEM, der kürzlich auf einer internen Veranstaltung der Holzapfel Group über 30 Jahre Zink-Nickel sprach und die Anfänge des Verfahrens auf Kundenseite miterlebt hat. Denn Zink-Nickel habe den Korrosionsschutz erhöht, die Gebrauchsdauer wesentlich verlängert und sei global verfügbar.

Weitere Vorteile des Zink-Nickel-Verfahrens mit Nickeleinbauraten von 10 bis 15 Prozent sind die Verträglichkeit mit Aluminium (keine Kontaktkorrosion), die Verklebbarkeit und die elektrische Leitfähigkeit. Auch für den Leichtbau ist das Verfahren geeignet, etwa zur Beschichtung ultrahochfester Stähle, wo es Flüssigmetallkorrosion und Wasserstoff induzierten Sprödbruch vermindern kann. In der Mischbauweise können Zn-Ni-beschichtete Bauteile Kontakt- und Spaltkorrosion reduzieren.

Das Verfahren kann zudem dabei unterstützen, die Herausforderungen der E-Mobilität zu meistern. Denn Zink-Nickel Oberflächen ermöglichen die Kontaktierung im Hochvoltbereich ebenso wie die Masserückführung und beeinflussen den Zerrüttungsverschleiß positiv. Die Implementierung der Eigenschaften von Zink-Nickel-Schichten in Schichtsysteme weitet die möglichen Anwendungsfelder noch weiter auf.

Es sieht also ganz danach aus, als habe die Zink-Nickel-Technologie auch nach 30 Jahren im Markt eine goldene Zukunft. Also dann: Auf die nächsten 30 Jahre!

Lesen Sie nochmal die anderen Artikel unserer Zink-Nickel-Serie:

Teil 4- Weiterentwicklung der Zn-Ni-Beschichtung

Teil 3 – Wachstumsmotor Zn-Ni

Teil 2 – Versuch und Irrtum

Teil 1 – Die Anfänge der Zn-Ni-Beschichtung


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